Tipps zur Gestaltung von Unterweisungen

Grafik Lernerfolg

Wie können die unterschiedlichen Sinneskanäle aktiviert werden?
Hören: dem Unterweiser zuhören
Sehen: Bilder, Filme, Handlungen vormachen
Sprechen: auf Fragen der unterweisenden Person antworten
Aktives Mitdenken: eigene Ideen für Lösungen suchen
Selbst tun/handeln: die Handlung selbst ausführen/ausprobieren

Eine wirkungsvolle Unterweisung spricht alle Sinne der Beschäftigten an. Nutzen Sie mehrere Lernformen und Eingangskanäle. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Unterwiesenen sich erinnern und die Unterweisungsinhalte umsetzen.

 

„Gedacht heißt nicht immer gesagt,
gesagt heißt nicht immer richtig gehört,
gehört heißt nicht immer richtig verstanden,
verstanden heißt nicht immer einverstanden,
einverstanden heißt nicht immer angewendet,
angewendet heißt noch lange nicht beibehalten.“

Konrad Lorenz

 

Folgende Tipps helfen, die Unterweisungsinhalte effektiv zu gestalten:

  1. Inhalte begrenzen und gut gliedern
    Achten Sie darauf, dass die Informationen überschaubar bleiben. Sonst sind die Unterweisungsteilnehmer schnell überfordert. Hier gilt: Weniger ist mehr.
    Wenn die Beschäftigten viele Einzelinformationen brauchen, vermitteln Sie diese am besten in kleineren Einheiten über mehrere Unterweisungstermine verteilt.
    Beispiel: Das Thema „Sicherer Umgang mit Leitern“ lässt sich in diese Kurzeinheiten aufteilen: Umgang mit Leitern / Aufstellen von Leitern / Nutzung von Leitern / Spezielle Situationen im Umgang mit Leitern / Transport von Leitern / Lagerung von Leitern.

  2. Hintergründe erklären
    Erklären Sie die Gefahren, Zusammenhänge und Konsequenzen von Verhaltensweisen. Nur wer die Bedeutung der Sicherheitsregeln verstanden hat, wird sie akzeptieren und anwenden.

  3. W-Fragen stellen
    Bei bloßem Zuhören bleibt das Gedächtnis passiv. Damit es Informationen speichert, muss es aktiv werden. Aktivieren Sie das Gedächtnis Ihrer Zuhörer mit Fragen zum Thema. Über das Fragen setzen sich die Beschäftigten aktiv mit dem Thema auseinander. Fragen wirken motivierend und erhöhen zudem die Bereitschaft, Regeln zu akzeptieren und umzusetzen.

  4. Wesentliches wiederholen oder zusammenfassen
    Je wichtiger eine Information ist, desto häufiger sollte sie wiederholt werden. Wiederholtes Ansprechen einzelner Aspekte verstärkt ihre Bedeutung und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Inhalt behalten wird.

  5. Verschiedene Sinne ansprechen / wesentliche Aspekte selbst ausprobieren / vormachen lassen
    Belassen Sie es nicht beim reinen Erklären der Arbeitsschutzinformationen und Verhaltensregeln. Führen Sie sie praktisch vor oder nutzen Sie Bilder oder Filmsequenzen. Und lassen Sie die Beschäftigten korrektes Verhalten selbst ausprobieren und üben. Informationen müssen gehört, gesehen und möglichst angefasst werden. Je mehr Sinne Sie bei ihren Zuhörern aktivieren, desto mehr wird das Übermittelte „begriffen“.