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Content Bühne Tanks

Behälter, Silos, enge Räume

Gefährdungsbeurteilung

Brauereikeller mit Tanks und Rohrleitungen

Bei Arbeiten in Behältern, Silos und engen Räumen kommt der Gefährdungsbeurteilung eine ganz besondere Bedeutung zu.

Sehr hilfreich bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung ist der Mustererlaubnisschein (beschreibbares PDF-Dokument) aus dem Anhang der DGUV Regel 113-004 „Arbeiten in Behältern, Silos und engen Räumen“.

Die einzelnen Schritte

1. Die Gefahrenbereiche werden identifiziert
Hierbei hat sich bewährt, ein Kataster für Silos, Behälter und enge Räume zusammenzustellen. Darin aufgeführt sind die erforderlichen Arbeiten, die dafür vorgesehenen Mitarbeiter sowie die zu treffenden Maßnahmen. Damit hat man auch eine Vorlage für eine Unterweisungsmatrix für die Mitarbeiter und natürlich auch für ihre Führungskräfte.

Beispiele für Gefahrenbereiche in BGN-Betrieben sind:

  • Behälter (offen/geschlossen)

  • Gruben, Kanäle und Schächte mit besonderen Gefährdungen wie Gefahrstoffansammlungen oder Sauerstoffmangel, z. B. Abwasser- und Kläranlagen

  • Im Inneren von Maschinen/Anlagen z. B.:
    – Flaschenwaschmaschinen in der Getränkeindustrie
    – CO2-Betäubungsanlagen in der Schlachtung
    – Froster mit CO2- oder N2-Beaufschlagung

  • Lagerboxen für Schüttgut

  • Laderäume auf Schiffen

  • Silos

2. Es wird geprüft, welche konkreten Gefahren dort bestehen können
Mögliche Gefahren können auch durch das Arbeitsverfahren bedingt sein, z. B. durch mitgeführte Gase oder Elektrogeräte. Oder sie können durch ungünstige Umstände von außen eingetragen werden, z. B. die Abgase wartender LKW. Mögliche Gefahren sind: Absturz, bewegte Anlagenteile, z. B. Rührwerke, Schnecken etc., Brand/Explosion, Ersticken, Versinken/Verschüttetwerden, elektrischer Strom – insbesondere in engen, leitfähigen Bereichen, Vergiftung, Verätzung, Verbrennung.

Auch im Kapitel 3 „Gefährdungsbeurteilung“ der DGUV Regel 113-004 sind beispielhaft mögliche Gefährdungen bei Arbeiten in einem Silo sowie bei Arbeiten in Behältern und engen Räumen aufgelistet.

3. Die Schutzmaßnahmen, die der Arbeitgeber umsetzen muss, werden abgeleitet
Hierbei ist der Stand der Technik zu beachten. Außerdem müssen auch immer die Kenntnisse, Erfahrungen und der Sachverstand der Verantwortlichen des Betriebes einfließen.Besonders wichtig sind Vorkehrungen für einen sicheren Zugang und für eine wirksame Rettung.
Die festgelegten Maßnahmen sind in einem  Erlaubnisschein (beschreibbares PDF-Dokument) oder in einer Betriebsanweisung festzuhalten und und auch bei der Unterweisung der Beschäftigten durchzusprechen.

Ausführliche Informationen zu Gefährdungen und geeigneten Schutzmaßnahmen enthält das Themenportal
sicheres-befahren.de der BG RCI.
Hilfreich sind dort auch drei Fallbeispiele, u. a. das Beispiel „Störungsbeseitigung in einem Silo“. In diesen Beispielen werden komplette Arbeitsabläufe von der Planung bis zum Befahrvorgng beschrieben.

GUT ZU WISSEN
Mit einem Freigabeverfahren wird für den Einzelfall konkret festgelegt, welche Maßnahmen erforderlich sind. Schon das Hineinbeugen in einen Behälter kann gefährlich sein.
Bei seltenen Arbeiten in Behältern, Silos und engen Räumen sowie fehlender Sachkunde im Betrieb, kann es sinnvoll sein, eine Fachfirma zu beauftragen. Bei der Vergabe von Arbeiten an Fremdfirmen sind die entsprechenden rechtlichen Vorgaben zu beachten. Hinweise dazu finden sich auch in der Arbeitssicherheitsinformation ASI 0.06 Fremdarbeiten im Betrieb.

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