Kippbratpfannen (Kippbräter) haben einen nach oben offenen Brattiegel mit einer Schnaupe zum genauen Ausgießen von Flüssigkeiten. Zwischen den Standsäulen ist der Tiegel zur vollständigen Entleerung kippbar, entweder per Hand oder motorbetrieben. Ein Klappdeckel verschließt den Tiegel.
Kipp-Druckgarpfannen haben im Unterschied dazu einen hermetisch verschließbaren Deckel, um einen zeitsparenden Garprozess unter Druck zu ermöglichen.
Die Beheizung der Geräte erfolgt über die gesamte Bodenfläche der Pfanne mittels elektrischer Heizkörper oder Gasbrenner.
| Gefährdungen | Maßnahmen |
|---|---|
| Quetschstellen zwischen herabfallendem Deckel und Tiegel | Die Quetschstellen sind vermieden, wenn z. B. an Scharnieren befestigte Deckel in jeder Position gegen unbeabsichtigtes Zufallen durch Arretierung oder Anschlag gesichert sind. |
| Quetsch- und Scherstellen zwischen kippender Pfanne und feststehenden Geräteteilen | Bei Kippbratpfannen, deren Tiegel mittels Hebelbetätigung in die Kippstellung gebracht wird, sind unbeabsichtigte Bewegungen des Tiegels in jeder Stellung ausgeschlossen. Bei handbetätigtem oder kraftbetriebenem Kippen des Tiegels mittels Getriebeübersetzung erfolgt eine selbsttätige Arretierung in jeder Stellung. Die Steuerung der Kippbewegung erfolgt bei kraftbetriebenem Antrieb z. B. durch einen Tipptaster. |
| Verletzungen aufgrund des unkontrollierten Druckabbaus beim Öffnen des Deckels unter Druck | Der Deckel des Tiegels darf sich erst öffnen lassen, wenn kein Überdruck im Gerät herrscht: Mittels einer Zuhaltung kann der Deckel nur geöffnet werden, wenn der Innendruck auf den Umgebungsluftdruck reduziert ist. |
| Verbrühungen durch austretende Flüssigkeiten oder Dampf sowie Verbrennungen an heißen Oberflächen | Deckel und Deckelgriffe sind so angeordnet und gestaltet, dass beim Öffnen und Schließen ein Verbrühen durch Dampfschwaden und ein Verbrennen an heißen Oberflächen vermieden ist. Der Auslauf (Schnaupe) bzw. der Rand von Kippbratpfannen und Kipp-Druckgarpfannen ist so gestaltet, dass die Flüssigkeit nur im gebundenen Strahl ausfließen kann. Im Tiegel ist der höchstzulässige Füllstand deutlich erkennbar und dauerhaft gekennzeichnet. Er darf nicht überschritten werden. |
| Gesundheitsgefahren wie Atemwegsreizungen durch Einatmen gefährlicher Stoffe, Dünste und Schwaden | Zur Verringerung von Gesundheitsgefahren müssen Dünste und Schwaden durch wirksame Abluftanlagen gefahrlos abgeführt werden. Die Erfassungsstelle ist oberhalb der Kippbratpfanne und Kipp-Druckgarpfanne angebracht. |
| Brandgefahr beim Frittieren bei nicht bestimmungsgemäßer Verwendung | Kippbratpfannen und Kipp-Druckgarpfannen dürfen nur dann zum Frittieren benutzt werden, wenn die Betriebsanleitung des Herstellers dies ausdrücklich vorsieht und die Geräte mit den entsprechenden Sicherheitseinrichtungen ausgerüstet sind, z. B. einem Sicherheitstemperaturbegrenzer. |

