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Behälter, Silos, enge Räume

Retten aus Behältern, Silos und engen Räumen

Rettungsübung: Sicherer seitlicher Einstieg in einen Behälter

Für die Rettung aus Behältern, Silos und engen Räumen ist der Unternehmer verantwortlich, dessen Mitarbeiter darin arbeiten. Vor den Arbeiten muss die Rettung geplant (Rettungsplan erstellen), fachkundig unterwiesen und regelmäßig praktisch geübt werden, damit die Sicherungsposten im Notfall die Rettung sicher durchführen können.

Die sichere Rettung von Anfang an mitplanen
Eine sichere Rettung beginnt bereits bei der Planung einer Anlage.
Aber auch an bestehenden Anlagen sind vielfach noch Änderungen möglich, die das Retten deutlich erleichtern:

  • Mannlöcher vergrößern

  • ausreichend dimensionierte Podeste für einen sicheren Zugang errichten

Wenn bei der Arbeit von Podesten oder Ähnlichem Absturzgefahren bestehen, müssen dort auch geeignete Anschlageinrichtungen oder Anschlagmöglichkeiten für Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) und Rettungsausrüstungen (z. B. Dreibeine, Dreibockstative oder Kragarm-Ausleger, die in Konsolen gesteckt werden können) vorhanden sein.

Ideal ist ein Zugangsverfahren, das bereits Möglichkeiten für eine schnelle Rettung beinhaltet. Dies ist z. B. bei Siloeinfahreinrichtungen oder Winden zum Personentransport der Fall. Werden Leitern oder Steigleitern verwendet, dann müssen die Beschäftigten grundsätzlich geeignete PSAgA tragen.
In der Praxis haben sich Höhensicherungsgeräte mit Rettungshubeinrichtung der Klasse B bewährt. Sie haben den Vorteil, dass man eine ins Seil gefallene Person auch wieder ein Stück herablassen kann, falls sie sich an einem Hindernis verfangen hat.

Manche Höhensicherungsgeräte sind auch für den horizontalen Einsatz mit einer Umlenkung geeignet. Darüber kann der Hersteller Auskunft geben.
Für den seitlichen Einstieg in Behälter mit Absturzgefahr ist die Rettungsrutsche (siehe Bild links) mit einer Winde für den Personentransport das Mittel der Wahl. Sie gewährleistet sowohl einen ergonomischen Zugang als auch die sichere Rettung.

Auffanggurte sind auch für die Rettung geeignet. Rettungsgurte dagegen können nicht zum Auffangen abstürzender Personen verwendet werden.
Für Einstieg und Rettung ist es zumeist zweckmäßig, die hintere Auffangöse des Gurtes zu verwenden. Die einsteigende Person bleibt unbedingt ständig mit dem Rettungsgerät verbunden, um jederzeit sicher von außen gerettet werden zu können. Nur in bestimmten Situationen ist es zulässig, dass sich Einsteigende vom Rettungsseil lösen, etwa wenn sich Seile verfangen können. In diesem Fall muss ein gesicherter Retter einsteigen, um das Unfallopfer am Auffang- oder Rettungsgurt einzuhängen oder ihm fachkundig eine Rettungsschlaufe der Klasse C anzulegen.

 

Geeignete Zugangs- und Rettungsverfahren für Arbeiten mit Absturzgefahr
 

Einstieg in ...

Geeignet ist ...

ein Silo von oben> Verwendung einer Siloeinfahreinrichtung mit Arbeitssitz oder Einfahrhose

Hinweis: Bei Arbeiten mit Schüttgut, in das man einsinken kann, darf die Siloeinfahreinrichtung NICHT verlassen werden.
einen Behälter/engen Raum von oben

> Winde zum Personentransport
> Leiter/Steigleiter – gesichert mit einem Höhensicherungsgerät mit Rettungshubfunktion der Klasse B
einen Behälter von der Seite
> Verwendung einer Rettungsrutsche und einer Winde für den Personentransport
 

 

Die Rettung aus Behältern, Silos und engen Räumen stellt besondere Herausforderungen an Mensch und Technik.
Kommt es zum Unfall, ohne dass vorher alle erforderlichen Schutzmaßnahmen ergriffen wurden, müssen vor einer Rettung unbedingt die erforderlichen Schutzmaßnahmen ergriffen werden: z. B. Gewährleistung einer ungefährlichen Atmosphäre oder Verwendung von umgebungsluftunabhängigem Atemschutz, Stillsetzen von Fördereinrichtungen etc.

GUT ZU WISSEN
Steigleitern in Behältern, Silos und engen Räumen dürfen KEINEN Rückenschutz haben. Bewusstlose Personen können durch diesen nicht nach oben gerettet werden.

Mehr Infos

 

 

Geschäftsbereich Prävention

0621 4456 - 3517

tad_bb_praevention@bgn.de tad_bb_praevention@bgn.de

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