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Mitarbeiterin an einem höhenverstellbaren Arbeitstisch faltet Kartons in der Verpackung auf

Ergonomie

Steharbeit

richtige Arbeitshöhe messen: Tisch zu Ellenbogen

Bei Steharbeit muss eine ergonomische Körperhaltung möglich sein. Beschäftigte sollten pro Arbeitstag nicht länger als eine Stunde in vorgebeugter Haltung (mehr als 20°) und nicht länger als zwei Stunden über Schulterhöhe arbeiten.

Die Arbeitshöhe stimmt, wenn man mit geradem Rücken in entspannter Haltung arbeiten kann. Dazu sollte die Arbeitshöhe etwa 10 bis 15 cm unter Ellenbogenhöhe liegen.
Für sehr kleine Personen bedeutet dies eine Arbeitshöhe von ca. 85 cm, für große Personen ca. 110 cm. Dies ermöglicht für die meisten Tätigkeiten ein rückenschonendes Arbeiten in gerader Haltung: Die Schultern sind dann locker und die Ellbogen leicht gewinkelt. 

Bei kraftbetonten, schweren Tätigkeiten, z. B. Zerlegen von Fleisch sollte eine geringere Arbeitshöhe (bis ca. 15 bis 40 cm unter Ellenbogenhöhe) gewählt werden.

Tischhöhe mit Beschreibung

Die Arbeitshöhe entspricht nicht immer der Höhe des Tisches oder des Förderbands, sondern der Höhe, auf der die Beschäftigten tatsächlich mit den Händen arbeiten. Wenn ein hohes Werkstück zu bearbeiten ist, wird eine geringere Höhe gewählt. Weiteres Beispiel: Ein Förderband für hohe Eimer muss niedriger sein als ein Förderband für kleine Faltschachteln.

Anpassung der Arbeitshöhe
Die Abbildung zeigt, wie verschieden große Personen denselben Tisch mit der Höhe h auf die passende Höhe bringen: Die große Person passt die Arbeitshöhe durch höhere Füße (links) oder durch Verwendung einer Schneidbretterhöhung (Mitte) an. Die kleine Person kann am selben Tisch ohne Höhenanpassung arbeiten (rechts).

höhenanpassbares Podest

Ein Arbeitsplatz mit fester Höhe wurde an den Bedarf großer Personen bei normal schweren manuellen Tätigkeiten angepasst. Personen durchschnittlicher und kleinerer Größe stellen eine für sie optimale Arbeitshöhe durch ein höhenanpassbares Podest ein. Grafik in Anlehnung an DIN EN ISO 14738.

Beinraumtiefe_1
  • Arbeitstische mit Höhenanpassung einsetzen. Die Höhe des Tisches muss schnell, einfach und ohne Werkzeug anpassbar sein. Der Höhenverstellbereich sollte zwischen 680 und 115 cm liegen – Höhenverstellbarer Arbeitstisch

  • Auflagen oder Podeste zur Höhenanpassung nutzen. Sind höhenverstellbare Tische nicht einsetzbar, lässt sich die Arbeitshöhe für größere Beschäftigten durch die Verwendung von Auflagen auf dem Tisch (z. B. Schneidbretterhöhung) anpassen. Kleinere Beschäftigte können sich auf Roste oder Podeste stellen. Dadurch können jedoch Stolpergefahren entstehen.

  • Unterschiedlich hohe Arbeitstische nutzen. Sind Höhenanpassung, Auflagen oder Podeste nicht möglich, stellen Sie unterschiedlich hohe Tische für große und kleine Beschäftigte bereit. Dies unterstützt ebenso ergonomisches Arbeiten bei bestimmten Tätigkeiten: z. B. ein niedriger Tisch zum Dekorieren von hohen Torten.

  • An einem schräg gestellten Band können Beschäftigte die Position wählen, wo das Band die für sie günstige Höhe hat.

  • Achten Sie auf genügend Fuß- und Beinraum. Die Fußraumtiefe F (siehe Abbildung) setzt sich aus dem Sockelrücksprung und dem Überstand der Arbeitsplatte zusammen und sollte mindestens 15 cm betragen. Damit die Beinraumtiefe B im Knieraum ausreichen ist, sollte der Überstand der Arbeitsplatte mindestens 8 cm betragen.

  • Beschäftigte sollten das Muskel-Skelett-System wechselnd belasten (können). Dazu gehören: Stand- und Spielbein abwechselnd belasten, das Spielbein erhöht abstellen und den Oberkörper anlehnen oder abstützen (z. B. unter Nutzung einer Stehhilfe).

  • Die Pausen sollten im Sitzen mit gegebenenfalls höher gelegten Beinen verbracht werden. In der Freizeit sollte unbedingt ein Bewegungsausgleich zur Steharbeit stattfinden. Nach Rücksprache mit dem Arzt können Kompressionsstrümpfe zur Entlastung des Venen- und Lymphsystems getragen werden.

  • Achten Sie auf geeignete Fußböden und geeignetes Schuhwerk.

Ein Arbeitsplatz mit genügend Fuß- und Beinfreiraum ermöglicht ergonomisches Arbeiten.

Geschäftsbereich Prävention

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